Medizinprodukte
Was die Gewerbeordnung für die Anmeldung verlangt — Rechtsgrundlage, Nachweis, Behörde, Dauer und Kosten, jeweils mit der Stelle, an der es steht.
Aus dem Recht
5 Module
zuständig ist die Behörde am Standort
bei vollständigen Unterlagen · gesetzliche Höchstfrist max. 3 Monate
die Gewerbeanmeldung selbst ist gebührenfrei
kein Bescheid nötig, sobald die Anmeldung vollständig ist
andere Staatsangehörigkeit: eigener Weg über die Behörde
Der Nachweis
Befähigungsprüfung Medizinprodukte. Geprüft wird in 5 Modulen bei der WK .
Die Prüfung selbst kostet nichts. Prüfungsgebühren vom Bund übernommen.
Wege ohne Befähigungsprüfung
- Individuelle Befähigung
- Gewerberechtlicher GF
Was du mitbringen musst
- Lichtbildausweis
- Befähigungsnachweis
- Strafregisterbescheinigung
- Medizinprodukteverordnung
- CE-Kennzeichnung
- QM-System
Profi-Tipps für Medizinprodukte
- Für Medizinprodukte: Individuelle Befähigung (§19 GewO) prüfen — bei 6+ Jahren Erfahrung oft schneller als Prüfung
- Als Medizinprodukte der WKO-Fachgruppe beitreten: Brancheninfos, Networking-Events und Interessenvertretung inklusive
- Medizinprodukte-Gründung: Berufshaftpflichtversicherung VOR dem ersten Kundenkontakt abschliessen
- Am Tag der Medizinprodukte-Gewerbeanmeldung: Google My Business Profil erstellen — kostenlose lokale Sichtbarkeit ab Minute eins
Häufige Fragen
Was brauche ich für Medizinprodukte? verifiziert
Medizinprodukte erfordert einen Befähigungsnachweis. Prüfung gratis.
Was ist die CE-Kennzeichnung? verifiziert
Medizinprodukte müssen die CE-Kennzeichnung nach der EU-Medizinprodukteverordnung tragen. Ein Qualitätsmanagementsystem ist Pflicht.
Was kostet es insgesamt Medizinprodukte zu gründen? verifiziert
Die Gewerbeanmeldung ist kostenlos. Prüfungsgebühren werden seit 2023 vom Bund übernommen. Hauptkosten: SVS-Beitrag (Mindestbeitrag rund €482/Quartal bzw. €1.930/Jahr, Stand 2026), WKO-Grundumlage, ggf. Vorbereitungskurs (WIFI) und Betriebsausstattung.
Braucht man für den Handel mit Medizinprodukten eine Gewerbeberechtigung? verifiziert
Ja, der Handel mit Medizinprodukten erfordert eine Gewerbeberechtigung. Zusätzlich gelten die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) und nationale Meldepflichten beim BASG.
Wie wirkt sich die EU-MDR auf das Medizinprodukte-Gewerbe aus? verifiziert
Die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) verschaerft Anforderungen an klinische Bewertung, Rückverfolgbarkeit und Post-Market-Surveillance. Händler müssen UDI-Codes beachten.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung für Medizinprodukte? verifiziert
Die Vorbereitungskurse am WIFI dauern je nach Bundesland 3-12 Monate (berufsbegleitend). Intensivkurse sind kürzer. Mit einschlägiger Berufserfahrung oder Vorbildung können Module entfallen. Die Prüfungsgebühren werden seit Juli 2023 vom Bund übernommen.
Kann man Medizinprodukte als Nebenerwerb betreiben? verifiziert
Grundsätzlich ja — es gibt kein Verbot des Nebenerwerbsgewerbes. Beachten: Sozialversicherung (SVS) ist ab dem ersten Euro Gewinn Pflicht, WKO-Mitgliedschaft ebenfalls. Bei unselbstständiger Haupttätigkeit den Arbeitgeber informieren (Nebentätigkeitsklausel im Arbeitsvertrag prüfen).
Wie finde ich Kunden als Medizinprodukte-Gründer? verifiziert
Empfehlung: Google My Business Profil (kostenlos, lokal sichtbar), Branchenverzeichnisse (WKO Firmen A-Z, Herold), Netzwerk-Events (WKO Gründerevents, BNI), Social Media (branchenabhängig) und Kooperationen mit komplementären Betrieben. Zufriedene Kunden sind die beste Werbung.
Welche typischen Fehler machen Medizinprodukte-Gründer? verifiziert
Die häufigsten Fehler: zu wenig Startkapital-Reserve (mindestens 6 Monate Betriebskosten einplanen), fehlende Marktanalyse, mangelhaftes Marketing (kein Google My Business!), Unterschätzung der Sozialversicherungsbeiträge (SVS) und fehlende schriftliche Verträge mit Kunden.
Welche Netzwerke und Branchenorganisationen sind für Medizinprodukte relevant? verifiziert
WKO-Fachgruppe/Innung (Pflichtmitgliedschaft, Branchenvertretung), BNI und ähnliche Unternehmer-Netzwerke, Innungsmeister-Stammtische, regionale Wirtschaftsforen und Online-Fachgruppen. Networking ist nachweislich der effektivste Kundengewinnungskanal für kleine Betriebe.
Wer in deinem Bundesland zuständig ist
Anmeldung über GISA oder persönlich bei der MA 63. Wien ist der groesste Markt für Medizinprodukte in Österreich.
Zuständig ist die BH des Betriebsstandorts. WIFI NÖ bietet Vorbereitungskurse für die Befähigungsprüfung.
In Statutarstdten (Linz, Wels, Steyr) ist der Magistrat zuständig. WIFI OÖ bietet Meisterprüfungskurse.
Steiermark als wirtschaftsstarke Region. Prüfungsvorbereitung am WIFI Steiermark für Medizinprodukte verfügbar.
Innsbruck und Tourismusregionen als Hauptmärkte. WIFI Tirol bietet Kurse für Medizinprodukte.
Salzburg als Tourismus- und Kulturstadt. WIFI Salzburg für Medizinprodukte-Kurse.
Kärntner Markt für Medizinprodukte. Seentourismus als saisonaler Faktor.
Burgenland: Wachsender Markt im Wiener Umland. Thermenregion als Wirtschaftsfaktor.
Vorarlberg: Hohe Kaufkraft, Grenznähe Schweiz/Deutschland. Energieautonomie-Vorreiter.
Was hier nicht steht
- Keine Angabe zu deiner individuellen Befähigung. Ob eine Ausbildung anerkannt wird, entscheidet die Behörde am Einzelfall.
- Keine Standortkosten, keine Miete, keine Ausstattung. Erhoben ist nur, was in der Gewerbeordnung und im GISA steht.
- Wo hier nichts steht, ist nichts erhoben — nicht „null“.
- Diese Seite ist keine Rechtsauskunft. Verbindlich ist allein der Gesetzestext im RIS.
- GewO 1994 §94 Z.29 — Rechtsinformationssystem des Bundes, Primärquelle
- §94 Z.33 im Volltext
Zuletzt geprüft: 2026-04-14. Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die rechtsverbindliche Fassung ist ausschließlich der Gesetzestext der GewO 1994.