Zum Inhalt springen
GewerbeCheck.at
Reglementiertes Gewerbe · Handwerk

Bäcker

Was die Gewerbeordnung für die Anmeldung verlangt — Rechtsgrundlage, Nachweis, Behörde, Dauer und Kosten, jeweils mit der Stelle, an der es steht.

Gewerbeordnung 1994 Geprüft 2026-04-14 8 von 10 Fragen verifiziert Marktzahlen GISA, Stand 2026-08 English version

Aus dem Recht

Art des Gewerbes Reglementiert

Handwerk — der Nachweis ist die Meisterprüfung

Wo es steht §94 Z.2

Gewerbeordnung 1994, konsolidierte Fassung

Was du nachweist Meisterprüfung

5 Module

Wer entscheidet Bezirksverwaltungsbehörde

zuständig ist die Behörde am Standort

Wie lange es dauert 1–5 Werktage

bei vollständigen Unterlagen · gesetzliche Höchstfrist max. 3 Monate

Was die Anmeldung kostet € 0

die Gewerbeanmeldung selbst ist gebührenfrei

Sofort starten Ja

kein Bescheid nötig, sobald die Anmeldung vollständig ist

Mindestalter 18 Jahre
Staatsbürgerschaft AT/EU/EWR/CH

andere Staatsangehörigkeit: eigener Weg über die Behörde

Strafregister Prüfung erforderlich
NACE C10.71

Herstellung von Backwaren (ohne Dauerbackwaren)

Der Nachweis

Meisterprüfung Bäcker — Handwerk. Geprüft wird in 5 Modulen bei der Meisterprüfungsstelle WK .

Die Prüfung selbst kostet nichts. Meisterprüfung seit 1. Juli 2023 gebührenfrei (Erst- und Zweitantritt).

Wege ohne Meisterprüfung

  • Lehrabschluss Bäcker + Berufspraxis
  • Individuelle Befähigung

Was du mitbringen musst

Unterlagen zur Anmeldung
  • Lichtbildausweis
  • Meisterprüfungszeugnis
  • Strafregisterbescheinigung
Zusätzlich für dieses Gewerbe
  • Lebensmittelhygiene (HACCP)
  • Betriebsanlagengenehmigung für Backstube

Der Markt in Wien

Betriebe in Wien 157
Je 10.000 Einwohner 0,77
Platz in der Reihe 3 von 20
Betriebsdichte je 10.000 Einwohner · alle 20 erhobenen Gewerbe

Von den 20 erhobenen Gewerben haben 2 eine geringere Dichte und 17 eine höhere. Die Reihe reicht von 0,42 (Dachdecker) bis 81,36 (IT-Dienstleistungen).

Alle 20 erhobenen Werte als Tabelle
Gewerbe Betriebe Wien Je 10.000 EW
Dachdecker 85 0,42
Fleischer 139 0,68
Bäcker 157 0,77
Gärtner & Florist 322 1,58
Tischler 548 2,68
Fußpflege 655 3,21
Nagelstudio 1.189 5,82
Gas- und Sanitärtechnik 1.210 5,93
Baumeister 1.393 6,82
Elektrotechnik 1.671 8,18
Massage 1.762 8,63
Kosmetik 1.967 9,63
Friseur 2.086 10,22
Berufsfotograf 2.583 12,65
Lebens- und Sozialberatung 3.629 17,77
Taxi 4.333 21,22
Werbeagentur 7.391 36,19
Gastgewerbe 7.675 37,59
Unternehmensberatung 10.721 52,50
IT-Dienstleistungen 16.613 81,36

Kostenlos und ohne Anmeldung: Dichte je Bezirk, Trend und sichtbare Mitbewerber, aus denselben offenen Daten — jeden Monat neu berechnet.

Profi-Tipps für Bäcker

  1. Meisterprüfung für Bäcker: WIFI-Kurs berufsbegleitend in 6-12 Monaten, Prüfungsgebühren kostenfrei seit 2023
  2. Bäcker-Werkstatt: Standort mit gutem Kunden- UND Lieferantenzugang wählen. Schallschutz und Betriebsanlagengenehmigung prüfen
  3. Als Bäcker-Betrieb Lehrlinge ausbilden: bindet Nachwuchskräfte, bringt Lehrlingsprämie und steuert dem Fachkräftemangel entgegen
  4. Referenzprojekte als Bäcker dokumentieren und auf Google My Business + eigener Website präsentieren — wichtigster Akquisekanal

Häufige Fragen

Kann ich ohne Meisterprüfung eine Bäckerei eröffnen? verifiziert

Bäcker ist ein Handwerk und erfordert grundsätzlich eine Meisterprüfung. Alternativ kannst du einen gewerberechtlichen Geschäftsführer mit Meisterprüfung bestellen.

Brauche ich für einen kleinen Backshop auch die Meisterprüfung?

Ja, jede gewerbliche Herstellung und Verkauf von Backwaren fällt unter das Bäcker-Gewerbe (Handwerk). Ausnahme: Aufbacken von vorgefertigten Teiglingen kann unter bestimmten Umständen als freies Gewerbe gelten.

Darf ich als Bäcker auch Mehlspeisen verkaufen?

Ja, das Bäcker-Gewerbe umfasst die Herstellung von Brot, Gebäck und Mehlspeisen. Für aufwendigere Konditorei-Produkte (Torten, Pralinen) brauchst du ggf. das Konditoren-Gewerbe.

Darf ein Bäcker auch Konditoreiwaren herstellen? verifiziert

Bäcker dürfen einfache Mehlspeisen und Gebäck herstellen. Für aufwändige Konditoreiwaren (Torten, Pralinen) ist eine eigene Konditorenberechtigung nach Paragraph 94 Z.38 GewO erforderlich.

Welche Hygienevorschriften gelten speziell für Bäckereien? verifiziert

Bäckereien müssen ein HACCP-Konzept umsetzen, regelmaessige Personalschulungen durchführen und Allergenkennzeichnung nach EU-Verordnung 1169/2011 sicherstellen. Jährliche Kontrollen durch die Lebensmittelaufsicht sind Standard.

Wie kann sich eine kleine Bäckerei gegen Grossbäckereien behaupten? verifiziert

Regionalität, Bio-Qualität, handwerkliche Tradition und Spezialisierung (Sauerteig, glutenfrei, Steinofen) sind die stärksten Differenzierungsmerkmale. Direktverkauf und Cafebetrieb erhöhen die Wertschöpfung.

Wie funktioniert die Lehrlingsausbildung im Bäcker-Gewerbe? verifiziert

Die Bäcker-Lehre dauert 3 Jahre und schliesst mit der Lehrabschlussprüfung ab. Seit 2020 gibt es auch den Lehrberuf Bäckerei-Konditorei (4 Jahre) als Doppellehre. Ausbildungsbetriebe müssen befugt sein.

Welche Trends prägen die Bäckerei-Branche aktuell? verifiziert

Sauerteig-Renaissance, glutenfreie und vegane Backwaren, Slow-Baking-Bewegung, regionale und biologische Zutaten. Online-Vorbestellung und Lieferservice werden auch für Bäckereien relevant.

Welche Zukunftsperspektiven hat das Bäcker-Gewerbe? verifiziert

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und demografischer Wandel prägen die Zukunft. Betriebe die früh auf neue Technologien setzen, Online-Präsenz aufbauen und sich spezialisieren, haben die besten Chancen. Die alternde Bevölkerung in Österreich schafft neue Nachfrage in vielen Bereichen.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit im Bäcker-Gewerbe? verifiziert

Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil: ökologische Materialien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung. Kunden zahlen nachweislich mehr für nachhaltige Handwerksleistungen. EU-Green-Deal und ESG-Kriterien treiben den Wandel.

Wer in deinem Bundesland zuständig ist

Wien Magistrat der Stadt Wien, MA 63

Wiener Bäckerei-Tradition (Wiener Gebäck, Kipferl). Lebensmittelaufsicht durch MA 38.

Niederösterreich Bezirkshauptmannschaft

Viele Dorfbäckereien kämpfen mit Strukturwandel. Regionalität und Bio-Produkte als Überlebensstrategie.

Oberösterreich Bezirkshauptmannschaft / Magistrat

Starke Bäckerei-Tradition (Linzer Torte!). WIFI OÖ bietet Meisterprüfungskurse.

Steiermark Bezirkshauptmannschaft / Magistrat Graz

Steirisches Kürbiskernbrot und regionale Spezialitäten als Differenzierung.

Tirol Bezirkshauptmannschaft / Magistrat Innsbruck

Tiroler Brot-Tradition (Schüttelbrot, Vinschgauer). Tourismus-Hotels als Grossabnehmer.

Salzburg Bezirkshauptmannschaft / Magistrat Salzburg

Salzburger Nockerl und regionale Spezialitäten. WIFI Salzburg bietet Meisterprüfungsvorbereitung.

Kaernten Bezirkshauptmannschaft / Magistrat Klagenfurt/Villach

Kärntner Reindling als bekannte Spezialität. Tourismus-Bäckereien am Wörthersee.

Burgenland Bezirkshauptmannschaft

Burgenlaendische Spezialitäten (Uhudler-Gebäck). Direktvermarktung und Ab-Hof-Läden als Vertriebskanal.

Vorarlberg Bezirkshauptmannschaft / Magistrat Bregenz

Vorarlberger Bäckertradition. Hohe Qualitätsansprüche und Kaufkraft. Grenznähe Schweiz/Deutschland.

Was hier nicht steht

  • Keine Angabe zu deiner individuellen Befähigung. Ob eine Ausbildung anerkannt wird, entscheidet die Behörde am Einzelfall.
  • Keine Standortkosten, keine Miete, keine Ausstattung. Erhoben ist nur, was in der Gewerbeordnung und im GISA steht.
  • Die Marktzahlen decken Wien ab, Stand 2026-08. Für die anderen acht Bundesländer liegen sie im Marktcheck, nicht hier.
  • Wo hier nichts steht, ist nichts erhoben — nicht „null“.
  • Diese Seite ist keine Rechtsauskunft. Verbindlich ist allein der Gesetzestext im RIS.
Quellen

Zuletzt geprüft: 2026-04-14. Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die rechtsverbindliche Fassung ist ausschließlich der Gesetzestext der GewO 1994.